Freimaurerloge Sarastro HacklĂ€nderstraße 27    70184 Stuttgart

im Verband der GL A.F.u.A.M.  -   Matrikel-Nr. 913


Der Name « Sarastro Â»

Der Name unserer Loge wurde von ihren GrĂŒndern sehr bewußt gewĂ€hlt. Er stellt sozusagen einen programmatischen Vorspruch zur gesamten Arbeit in der Loge Sarastro dar.

Wer kennt sie nicht, die priesterlichen Gestalten in W.A. Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ und ist tief berĂŒhrt vom feierlichen Ernst der Botschaft jenes Weisen: „In diesen heiligen Hallen kennt man die Rache nicht“! Zwar ist Sarastro in der Oper auf den ersten Blick eine durchaus zwiespĂ€ltige Figur, die auch auffĂ€llig autoritĂ€re ZĂŒge trĂ€gt. Je weiter man jedoch in das Geschehen eindringt, um so deutlicher erscheint dahinter eine Gesinnung voll HumanitĂ€t, GĂŒte und Weisheit.

Diese Ideale edlen Menschentums waren bereits zu Mozarts Zeiten tragende SĂ€ulen der Freimaurerbewegung. Die Figur des Sarastro in der Zauberflöte ist ein Epitaph fĂŒr den Wiener Mineralogen und Freimaurer Ignaz von Born, den Mozart als Persönlichkeit hoch geschĂ€tzt hat. Born war Meister vom Stuhl der Wiener Loge „Zur wahren Eintracht“, in der W.A. Mozart hĂ€ufig zu Gast war. Ignaz von Born ist im Juli 1791, also gerade in der Entstehungszeit der Zauberflöte, in Wien gestorben.

Der Name von Mozarts Operngestalt „Sarastro“ fĂŒhrt tief in mythologische UrgrĂŒnde des vorderen Orients. Mozart lernte diese Gedankenwelten bei seinen Besuchen in der „Wahren Eintracht“ kennen: Von den Ă€gyptischen Mysterien bis zum iranischen Propheten Zarathustra, der um 600 v.Chr. lebte und dessen italienische Namensform „Sarastro“ lautet.

Die Loge «Sarastro»

Die  Freimaurerloge Sarastro wurde im Jahre 1970 durch 15 BrĂŒder der Loge "Furchtlos und Treu" i.O. Stuttgart gegrĂŒndet. In einer unvergeßlichen Festarbeit wurde die Loge in Anwesenheit von 180 BrĂŒdern aus 5 LĂ€ndern durch die Lichteinbringung eingesetzt. Der Redner begann damals mit den Worten:

"Als der Gedanke an Sarastro in uns zu leben begann, erfĂŒllte sich die freimaurerische  Idee. Das Licht erhielt einen neuen Impuls. Es breitete sich mit der Kraft unserer Überzeugung aus."

Dies ist immer noch so: Beim 25. Stiftungsfest im Jahre 1995 waren wir bereits 55 BrĂŒder. Durch die enge Verbindung mit anderen Logen, auch in Frankreich, wurde unsere  maurerische Arbeit gefördert. Ein Ziel war, das Leben innerhalb der Loge geistig spannungsvoll zu gestalten. Das betrifft Form und Inhalt der rituellen Arbeiten, VortrĂ€ge und Diskussionen ebenso wie die gesellschaftlichen Veranstaltungen. Besonders die Einbindung unserer Familien ist eine weitere Grundlage fĂŒr eine  bestĂ€ndige Bindung untereinander. Ein fester Teil unserer freimaurerischen Arbeit ist die karitative Hilfe. Dies nicht nur finanziell, sondern auch durch aktive Mitarbeit, tatkrĂ€ftig unterstĂŒtzt von unseren Damen (z.B. SOS-Kinderdorf,  AusbildungsstĂ€tte auf Madagaskar).